Nachhaltiger Erfolg bei Projekten zu Wohnen und Altenpflege

Häuser in Hamburg und Fellbach feiern Jubiläum

Zwei vor mehr als zehn Jahren vom Bundesfamilienministerium baulich geförderte Projekte blicken 2017 und 2018 auf ihre bisherige Arbeit zurück – und werfen zugleich einen Blick nach vorn. Die Projekte "Gemeinschaftlich Wohnen am Bärenhof" in Hamburg und das "Haus am Kappelberg" in Fellbach zeigen, dass das, was vor über zehn Jahren geplant und geschaffen wurde, heute weiterhin nachgefragt wird und Bestand hat.

Mehr-Generationen-Wohnen am Bärenhof, Hamburg-Langenhorn

Gartenpavillons vor mehrstöckigen Gebäuden.
Foto: Josef Bura

Das zur damaligen Modellreihe "Mehr Gemeindeintegration, zukunftsweisendes Wohnen, bessere gesellschaftliche Teilhabe" gehörende Projekt Bärenhof in Hamburg-Langenhorn verbindet in heute noch gültiger Weise ein auf Selbstbestimmung und persönlichem Einsatz der Bewohnerinnen und Bewohner basierendes Wohnprojekt mit Hilfen für demenzkranke Menschen, denen eine auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Wohngemeinschaft offen steht. Dadurch sei es von Anfang an gelungen, Vorurteile abzubauen und Menschen mit einer Demenzerkrankung in die Mitte der Gesellschaft zu holen, so das Fazit der Gäste auf der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Projekts im Juli 2017.

Haus am Kappelberg, Fellbach

Orange-weißes Architektenmodell eines mehrstöckigen Gebäudekomplexes mit Baumbestand.
Aufsicht auf ein orange-weißes Architektenmodell eines Straßenzuges mit Baumbestand.
Beide Fotos: Wohlfahrtswerk Baden-Württemberg

Hilfe- und pflegebedürftige Menschen, darunter auch mit einer Demenzerkrankung, finden wohnliche Strukturen und Möglichkeiten der aktiven Lebensgestaltung in einem weiteren Projekt vor, das 2018 sein zehnjährigen Bestehen feiert. Das Haus am Kappelberg in Fellbach (Baden-Württemberg) entstand durch den Wiederaufbau eines 1962 gebauten, nicht mehr den Vorschriften entsprechenden Pflegeheims. 2008 wurde das neue Haus fertiggestellt, das in Wohngruppenstrukturen eine persönliche und individuelle Betreuung bietet und zugleich Gemeinsinn fördert. Das Projekt gilt bis heute als Prototyp der vom Kuratorium Deutsche Altershilfe entwickelten so genannten 4. Generation des Alten- und Pflegeheimbaus, mit einer eher dezentralen Gestaltung und einem hohen Anteil von Einzelzimmern.

Die Auslastung und Resonanz der Projekte zeigen, dass der seinerzeit eingeschlagene Weg in die richtige Richtung führte. Bis heute gelten die Projekte als Positivbeispiele einer Gestaltung des demografischen Wandels, die die Lebenssituation der Menschen und ihre Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellt und nicht nur die Lasten betont.