Tag der Architektur

Mustergebäude in der Berliner Sredzkistraße mit vorsichtiger Wiedereröffnung  

Mit zwei Führungen in überschaubarer Gruppengröße und unter Einhaltung aller notwendigen Regeln: Das Mustergebäude Sredzki 44 im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg nimmt für die Allgemeinheit am 28. Juni seine Arbeit wieder auf. Dazu wurde mit dem bundesweit stattfindenden Tag der Architektur ein passender Anlass gewählt.

Bewohnervertreterin Daniela Herr und Innenarchitektin Inga Ganzer: "Wir freuen uns, nach mehrwöchiger Schließung das Informationszentrum wieder eröffnen und auch in diesem Jahr am Tag der Architektur teilnehmen zu können. Trotz schwieriger Zeiten hat sich das öffentliche Interesse an unserem Generationenwohnprojekt ungebrochen gehalten. Der Ausnahmezustand während der Pandemie führte die Hausbewohner*innen trotz Abstandhalten eher noch enger zusammen. Hier bewährten sich vor allem der großzügige Gemeinschaftsraum und auch der begrünte Innenhof, welche gemeinsam von allen genutzt werden können."

Daniela Herr leitet als Altbewohnerin, die schon vor den Sanierungsarbeiten in dem Haus lebte, das Informations- und Ausstellungszentrum und konnte bereits zahlreiche Besuchergruppen aus dem In- und Ausland willkommen heißen. Auch die Planerin der im Erdgeschoss gelegenen öffentlichen Räume, Inga Ganzer vom Büro raumdeuter, wird am Tag der Architektur wieder vor Ort sein und Hintergründe und Ziele des Projekts erläutern.

Das vom Bundesfamilienministerium geförderte Mustergebäude Sredzki 44 zeigt, wie trotz einer kaum noch nutzbaren, mehr als 100 Jahre alten Bausubstanz ein alters- und generationengerechtes Projekt mit bezahlbaren Wohnmöglichkeiten und einem funktionierenden Innen- und Gemeinschaftsleben entstehen konnte.