Schwierige Entwicklungsphase positiv abgeschlossen

Projekt des Vereins una in Schwerin nimmt Fahrt auf

Es ist ein Projekt, das sich frühzeitig mit dem Begriff Inklusion, ihren Zielen und Inhalten beschäftigte – noch als dies nicht weit verbreitet war. Jetzt, sieben Jahre später, nehmen die Planungen Gestalt an. Nachdem der zunächst vorgesehene Standort durch schwierige lokale Bedingungen nicht realisiert werden konnte, hielten die Verantwortlichen Ausschau nach einem zur Philosophie des Vorhabens besser passenden Grundstück – und wurden fündig im Schweriner Stadtteil Mueßer Holz.

Von dem sozialen und städtebaulichen Mehrwert des neuen Standorts konnten sich Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverwaltungsamtes, des Bundesfamilienministeriums und der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern bereits im November 2017 bei einem Vor-Ort-Termin überzeugen. Mit viel Engagement und Eigenleistung wird seitdem kräftig angepackt. Am 5. März 2018 konnte die Kontakt- und Beratungsstelle des Vereins eröffnet – und damit ein wichtiger Meilenstein zur Verankerung des Projekts gesetzt werden. Dies in einem städtischen Gebiet, das neben einer gewachsenen Tradition und einem hohen Maß an Zugehörigkeit der Menschen zu "ihrem" Stadtteil auch Herausforderungen und Entwicklungsbedarfe aufzeigt. Hier setzt das Projekt an – und leistet einen innovativen Beitrag für Zusammenhalt und konkrete persönliche Hilfe.  

Es entstehen 15 barrierefreie Wohnungen und zudem Räume für Veranstaltungen, Kreativ- und Selbsthilfewerkstätten, Pflegeberatung und vieles mehr. Die Räume können gemeinsam von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses, den Menschen des Quartiers Mueßer Holz und weiteren Interessierten genutzt werden. Dabei wird auch die Nachbarschaft angesprochen und aktiv einbezogen, etwa durch das im selben Gebäude angesiedelte Projekt ZIMT- Zukunft im Mueßer Holz Treff. Mit der geschaffenen Fotovoltaikanlage entsteht ein weiterer Mehrwert in Richtung Energieeinsparung und Klimaneutralität.

Stadtteilmanagerin Julia Quade unterstreicht die Bedeutung des Hauses für eine moderne Quartiersentwicklung: "Der Verein una e. V. übernimmt eine wichtige Rolle im Quartier, in dem er Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bietet am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dabei spielen die Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner und vor allem nachbarschaftliche Hilfe eine herausragende Rolle. Wir sind froh einen solch engagierten Verein hier bei uns zu haben. Auch durch die Kooperation der Wohnangebote mit dem Nachbarschaftstreff können viele Menschen erreicht werden."

Fazit: Geduld, Ausdauer und die Fähigkeit, trotz Rückschritten weiter an der Umsetzung einer Idee zu arbeiten, haben sich gelohnt. Menschen, die zu einem selbstbestimmten Leben auf ein gewisses Maß an Unterstützung angewiesen sind, kommt das Ergebnis unmittelbar zugute. Zugleich erhält ein sich wandelnder Stadtteil einen neuen, verbindenden Impuls.

Momentaufnahme während der Bauphase – Vor-Ort-Begehung am 14. November 2017

Fotos: Wauters/BMFSFJ

Weitere Informationen

zum unaHaus - barrierefreie Wohn-, Begegnungs- und Kreativstätte:
https://www.una-ev.com/bauprojekt/

zum Stadtteilmanagement Mueßer Holz:
https://www.lge-mv.de/stadtteilmanagement

zum Nachbarschaftstreff "Zukunft im Mueßer Holz":
https://www.vsp-ggmbh.de/zimt