Förderzeitraum abgelaufen

Aktion Augen auf! Mehr Aufmerksamkeit für ein Altern in Würde

In einem Quartier mit vielen Älteren sowie Menschen mit Migrationshintergrund, Alleinlebenden und Menschen mit geringem Einkommen wird gemeinsam mit regionalen Vereinen, kirchlichen Gemeinden und Unternehmen ein Stadtteilnetzwerk aufgebaut.

Förderzeitraum

Juni 2012 bis Dezember 2014

Programm

Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen

Arbeitsfeld

Kooperation und Vernetzung / Ergänzung und Bündelung von Angeboten / Schließung von Versorgungslücken / Profi-Laien-Mix

Schwerpunkt

Das Projekt macht Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund besser zugänglich und bezieht sie als Mittler oder Helfende mit ein.

Projektträger

AWO Stiftung
"Aktiv für Hamburg"
Witthöfftstraße 5-7
22041 Hamburg
Hamburg
www.aktionaugenauf.de

Kurzbeschreibung

Das übergeordnete Stiftungsprojekt "Aktion Augen auf! Mehr Aufmerksamkeit für ein Altern in Würde" zielt auf den Aufbau quartiersnaher Netzwerke der Aufmerksamkeit und nachbarschaftlichen Hilfe, insbesondere für Ältere und Hochbetagte, die einsam, krank, pflegebedürftig und/oder arm sind.

Im Fokus des geförderten Modellvorhabens "Ältere Migranten im Stadtteil Barmbek-Nord" lag die Etablierung eines neuen Standorts in einem weiteren Stadtteil in Verbindung mit der Einbeziehung insbesondere des Bedarfs und der Potenzials von Migranntinnen und Migranten.

Nach der Maxime "Augen auf!" waren Bekannte, Nachbarn, Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker aufgerufen, Kontakt mit der Stadtteilkoordination aufzunehmen, wenn jemand Hilfe braucht – so wurde die wohnortnahe Aufmerksamkeit für Not und Einsamkeit auch von älteren Menschen mit Migrationshintergrund gestärkt.

Maßnahmen im Projektverlauf

  • Einstellung einer Stadtteilkoordinatorin
  • Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Materialien, NDR-Reportage
  • Netzwerkarbeit: Vorstellung des Projekts bei Institutionen im Bezirk (für rechtliche Betreuungen, die auch spezielle Migrantenarbeit leisten, unter anderem Pflegedienste) sowie bei weiteren wichtigen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Einzelpersonen
  • Gewinnung von Ehrenamtlichen
  • Durchführung von Besuchsdiensten und konkreten Hilfeleistungen
  • Regelmäßige Beratungssprechstunden (unter anderem Information über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht)
  • Aufbau neuer Kooperationspartnerschaften
  • Organisation beziehungsweise Teilnahme an gemeinschaftbildenden Veranstaltungen – auch stadtteilübergreifend: Im Jahr 2013 fand im August Barmbeks erster "SommerSonntagsDraußenMitbringBrunch" statt. Veranstalter war die AG zur Offenen Seniorenarbeit in Barmbek-Nord, an der verschiedene Träger, unter anderem die AWO, das Bürgerhaus Barmbek, das DRK, die SAGE und verschiedene mehr beteiligt sind. Die Veranstaltung war ein Riesenerfolg: Es waren 80 bis 100 Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil da, die ihre Getränke und das Essen selbst mitgebracht hatten. Es mischten sich alt über jung, alle Nationalitäten, Menschen ohne und mit Behinderung.

Werkzeug aus dem Projekt

Barmbek bruncht

Ein öffentlicher Platz, Tische, Bänke, Kaffee und Tee – dafür sorgen verschiedene Akteurinnen und Akteure im Stadtteil. Essen, Geschirr und Besteck bringen die Bewohnerinnen und Bewohner mit. Daraus wird ein großes Büffet aufgebaut. Es entstehen vielfältige Kontakte und die Menschen kommen in einen ungezwungenen Dialog miteinander - über gemeinsames „Brunchen“, die Location und den Stadtteil als solchen. Die jährlich stattfindende Sommerveranstaltung ist offen für Menschen jeden Alters und jeder Kultur und wurde von der AWO Stiftung Aktiv für Hamburg zusammen mit anderen Partnerinnen und Partnern der „Arbeitsgruppe Offene Seniorenarbeit“ im Stadtteil Barmbek Nord initiiert.