Förderzeitraum abgelaufen

Hilfe, Rat und Tat für Mieterinnen und Mieter

Ein Wohnungsunternehmen initiiert mit Beteiligung der Mieterschaft ein nachbarschaftliches Netzwerk, in das mit wissenschaftlicher Begleitung auch digitale Medien einbezogen werden.

Förderzeitraum

März 2012 bis Dezember 2014

Programm

Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen

Arbeitsfeld

Aufbau wohnortnaher Unterstützungsnetzwerke

Projektträger

Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft mbH
Jürgensplatz 36 - 38
40219 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
www.wsg-nrw.de

Kurzbeschreibung

In einer Bestandssiedlung eines Wohnungsunternehmens mit 144 Wohneinheiten in Dortmund-Dorstfeld wurde in Kooperation mit der WohnbundBeratung NRW ein nachbarschaftliches Netzwerk der Mieterschaft aufgebaut. Um die Zugehörigkeit zur Nachbarschaft zu stärken, wurden die Mieterinnen und Mieter frühzeitig und generationenübergreifend in die Planungen und in die weitere Umsetzung einbezogen.

Auch das Wohnungsunternehmen hat seine Strukturen zugunsten eines sozialen Miteinanders in der Siedlung weiter entwickelt. Der Hauswart wurde als Ansprechpartner und als Lotse für nachbarschaftliche Aktivitäten eingebunden und qualifiziert und die Mieterschaft erhielt mit der Anmietung eines leerstehenden Ladenlokals einen Gemeinschaftsraum zur eigenen Verwaltung.

Um die quartiersbezogene Kommunikation zu verbessern und Informationen über Anbieter von Hilfs- und Pflegeleistungen leichter zugänglich zu machen, wurden in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen Medien wie interaktives Fernsehen und Informationsdisplays erprobt.

Maßnahmen im Projektverlauf

  • März 2012 – Erste Abstimmung mit ehrenamtlichen Mieterinnen und Mietern (Orga-Team) über Inhalte und Veranstaltungen im Gemeinschaftsraum "Spick-In".
  • März 2012 – Eröffnung des Mietertreffs "Spick-In".
  • April 2012 – Erste Angebote im Gemeinschaftsraum werden durchgeführt.
  • Ab Mai 2012 – Barrierefreier Umbau der Außenanlage des Seniorenhauses Trippestraße 3
  • Mai 2012 – Erste Abstimmung mit der Uni Siegen über die Einführung und Erforschung technikgestützter Maßnahmen zur Förderung von intergenerationeller Nachbarschaftshilfe und sozialer Teilhabe älterer Menschen.
  • Mai 2012 – Einführung eines Mieter Notfalltelefons durch ein Mitglied des Orga-Teams unter dem Motto "Wer hilft wem, wer kann was".
  • Juni 2012 – Veranstaltung des Seniorenbüros Dortmund im "Spick-In".
  • Juni 2012 – Der "Runde Tisch" der Seniorenbüros Dortmund wird im "Spick-In" ausgerichtet. (Seniorenbüros in Dortmund) .
  • Juli 2012 – Mieterinterviews durch die Uni Siegen zur Gewinnung freiwilliger Teilnehmer zur technikgestützten Vernetzung
  • September 2012 – Info Karawane Dorstfeld wird ausgerichtet. Projekte und Dienstleister aus Dorstfeld präsentieren sich rund um das Thema Leben und Wohnen im Alter.
  • Oktober 2012 – Mieterversammlung Gemeindesaal. Mieter werden über die weiteren Umbaumaßnahmen im Quartier informiert und haben die Möglichkeit zur Mitbestimmung.
  • Januar 2013 – Ausgabe von Tablet-PC´s und Internet-Handys an die durch die Uni-Siegen gewonnenen Mieterinnen und Mieter
  • ab Januar 2013 - Zweiwöchentliche Workshops der Uni Siegen mit Senioren zum Umgang mit den ausgegebenen Tablets und damit verbundenen Technologien, sowie zur gemeinsamen Entwicklung des Nachbarschaftsnetzwerkes.
  • Juli 2013 - Das erste Außendisplay wird in Dorstfeld aufgestellt und in Betrieb genommen, zeigt aber vorerst nur eine Galerie mit Bildern aus der Nachbarschaft.
  • August 2013 - Die erste Version des Nachbarschaftsnetzwerkes läuft auf dem Außendisplay.
  • Juli 2014 - Sechs weitere Außendisplays werden in Betrieb genommen.

Werkzeuge aus dem Projekt

Kaffeekranz mit Hausmeister

Zwischen Angeboten wie Gedächtnistraining, Spieletreff und Handmassage findet sich im Programm des Quartierstreffs "Spick-In" der "Kaffeekranz mit Hausmeister". Einmal im Monat haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnquartiers "Am Höhweg" der Wohnungs- und Siedlungs-GmbH Gelegenheit, den Allround-Handwerker um Rat zu fragen oder um Hilfe zu bitten. In lockerer Atmosphäre bei selbstgebackenem Kuchen kommen auch Themen wie Unterstellmöglichkeiten für Rollatoren oder Hilfebedarf beim Schneeschippen zur Sprache.

Mittagstisch, auch Generationen und Kulturen übergreifend

In Dortmund dient der Gemeinschaftsraum einer Wohnsiedlung der Wohnungs- und Siedlungs-GmbH als Treffpunkt zum Kaffeetrinken und Mittagessen. "Essen verbindet!" stellen die Beteiligten fest.

Nachbarschaft braucht Räume!

Ein Wohnungsunternehmen hat am Rande einer Bestandssiedlung in Dortmund ein ehemaliges Ladenlokal angemietet. Es wird als Quartierstreff "Spick-In" von der Mieterschaft betrieben.

Tablet-PCs und interaktive Monitore auf Stelen

In Dortmund wurde in einem "LivingLab" erprobt, wie virtuelle Medien nachbarschaftliche Prozesse sinnvoll ergänzen und befördern können. Mit Hilfe von Studierenden der Universität Siegen erlernten acht ältere Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnungs- und Siedlungs-GmbH den Umgang mit dem Tablet-PC und vermittelten den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihre Anforderungen an nutzerfreundliche, quartiersbezogene Anwendungen. An verschiedenen Hauseingängen wurden in der Wohnsiedlung Stelen aufgestellt, die in Augenhöhe mit einem Touchscreen ausgerüstet sind. Per "Fingerwisch" sind damit alle aktuellen Informationen über Angebote im Quartier verfügbar.

Zusatzinformationen

Das Projekt wurde in Kooperation mit der WohnBund Beratung NRW und der Universität Siegen durchgeführt.

Veranstaltungstermine Januar 2013