Förderzeitraum abgelaufen

GeroMobil

Ein Minibus ist als mobiler Diagnose- und Beratungsstützpunkt nach einem festen Fahrplan im Altkreis Uecker-Randow unterwegs und bietet Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen Unterstützung in der Bewältigung des Pflegealltags.

Förderzeitraum

Januar 2012 bis Dezember 2014

Programm

Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen

Arbeitsfeld

Verbesserung der Versorgung im ländlichen Raum

Schwerpunkt 1

Das Projekt verbessert das Wohnen und die Versorgung von Menschen mit Demenz.

Schwerpunkt 2

Das Projekt ist auf die speziellen Aufgaben gerichtet, die der demografische Wandel in ländlichen Regionen mit sich bringt.

Projektträger

Volkssolidarität Kreisverband
Uecker-Randow e. V.
Albert-Einstein-Straße 4
17358 Torgelow
Mecklenburg-Vorpommern

www.volkssolidaritaet.de/uecker-randow-ev/wir-ueber-uns

Kurzbeschreibung

Für Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige wurde ein mobiler Diagnose- und Beratungsstützpunkt als aufsuchendes, kostenloses Hilfeangebot eingerichtet. Ein speziell ausgestatteter Kleinbus ist als "Geromobil" auf regelmäßigen Routen im Altkreis Uecker-Randow unterwegs und macht an zentralen Plätzen der Orte (Gemeindehaus, Feuerwehr, Märkte) halt.

Schwerpunkt der Beratungs- und Informationstätigkeit ist insbesondere das Erkennen und Erfassen demenzieller Erkrankungen im Frühstadium (Screening), um so rechtzeitig eine spezifische medizinische Diagnostik und Therapie zu ermöglichen. Inhalte der Beratungsgespräche sind Krankheitsbilder von Demenz, der Umgang mit Demenzerkrankten, die Vermittlung zu möglichen Hilfsangeboten in der Region, Wohnungsanpassungsmaßnahmen, Pflegestufen, Vorsorge bis hin zur Durchführung von Diagnosetests bei Betroffenen.

Darüber hinaus werden nach Absprache individuelle, persönliche und kostenlose Beratungsgespräche in der eigenen Häuslichkeit angeboten. Das Gero-Team besteht aus einer hauptamtlichen Projektleiterin, die von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Öffentlichkeitsarbeit, als Urlaubsvertretung oder in der Entlastung pflegender Angehöriger unterstützt wird.

Die "Mobilisierung" des Angebotes zur Bewältigung des Pflegealltags und die Einbindung in ein regionales "Gero-Netzwerk" ermöglichen es Menschen mit Demenz auch im ländlichen Raum bei guter Lebensqualität länger in der eigenen Häuslichkeit bleiben zu können. Das gerontopsychiatrische Netzwerk im Hintergrund stützt sich auf die Zusammenarbeit mit Kliniken, ambulanten Pflegediensten, dem Landkreis und den Pflegekassen.

Maßnahmen im Projektverlauf

  • Seit dem 5. Februar 2013 regelmäßige Touren mit dem "GeroMobil" in den ländlichen Regionen, Abfahrtsort ist jeweils Torgelow. Die aktuellen Fahrpläne werden in der regionelen Tages- oder Wochenpresse, in den lokalen Amtsblättern, den Schaukästen der Gemeinden und auf der Homepage des Trägers veröffentlicht.
  • Im Oktober 2013 Gründung eines Beirats zur beratenden und unterstützenden Begleitung des Modellprojekts. Ihm gehören die Projektbeteiligten und Vertreterinnen und Vertreter der Kooperationspartner an. Zu ihren Aufgaben gehört es, in ihren jeweiligen Wirkungsbereichen als Multipikatorinnen und Multipikatoren für das Modellprojekt zu wirken und Möglichkeiten für eine Verstetigung des Projektes zu entwickeln.
  • Unterstützung, Hilfe- und Beratungsgespräche mit Betroffenen.
  • Aufbau eines Netzwerks unter anderem mit regionalen Kostenträgern, Leistungserbringern, Kommunen, Institutionen und Betroffenen und deren Angehörige.
  • Gewinnung von Fachärzten des Haffnet zur Unterstützung des Projektes (Ärztenetzwerk).
  • Enttabuisierung des Themas Demenz in einem Teil der ländlichen Regionen.
  • Öffentlichkeitarbeit unter anderem durch Präsentationen in 36 Ortsgruppen der Volkssolidarität (circa 700 Mitglieder).
  • Implementierung der wissenschaftlichen Software.

Werkzeug aus dem Projekt Werkzeuge aus dem Projekt

Mobiler Beratungs- und Diagnosestützpunkt für Menschen mit Demenz

In Vorpommern-Greifswald bei Torgelow ist ein Spezialfahrzeug im Einsatz: In dem gering besiedelten Gebiet fährt ein Bus mit einem Beratungs- und Diagnoseangebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen durch den Landkreis. Das "GeroMobil" der Volkssolidarität Uecker-Randow macht Halt auf zentralen Plätzen in den Dörfern. Eine Fachkraft, die von Ehrenamtlichen unterstützt wird, bietet unverbindliche Beratung auch zu Hause an, kann demenzielle Erkrankungen bereits im Frühstadium richtig einordnen und geeignete Hilfen vermitteln. Ergänzt wird das Angebot durch eine Datenbank mit medizinischen Informationen sowie Adressen ambulanter Hilfen. Der "Fahrplan" wird in der lokalen Presse veröffentlicht.

Zusatzinformationen

Artikel Nordkurier: Eröffnung der “Pelltüftenköök“ am 30. Juni 2015

Bei der ersten Vergabe des Gesundheitspreises Mecklenburg-Vorpommern ist das Geromobil der Volkssolidarität in Uecker-Randow gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Torgelow und den Angeboten "Kurse für pflegende Angehörige" der Volkssolidarität mit dem 2. Platz ausgezeichnet worden.