Häufige Fragen Gemeinschaftliches Wohnenplus
Fachinformationen anhand typischer Fragestellungen:
Wohnprojekte, die im Investorenmodell realisiert werden, durchlaufen in der Regel eine kürzere Planungs- und Bauphase als Baugemeinschaftsprojekte. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner trägergesteuerter Vorhaben häufig nur marginal an der Konzeptentwicklung und Bauplanung beteiligt werden. Bei Baugemeinschaften basiert hingegen die Projektentwicklung und
-realisierung auf umfassenden Abstimmungsprozessen der Projektmitglieder, so dass sämtliche Entscheidungen in der Planungs- und Bauphase (zum Beispiel Wohnungsanzahl, Wohnungsgröße, Inanspruchnahme von Mitteln der Sozialen Wohnraumförderung, Grundrisse und so weiter) in der Gruppe diskutiert, beschlossen und umgesetzt werden müssen. Vorteile der umfänglichen Mitbestimmungsmöglichkeiten in Baugemeinschaften sind individuellere Grundrisse und eine Gebäudestruktur, die genau auf die Bedürfnisse des Wohnprojektes zugeschnitten ist.
Eine besondere Herausforderung für Baugemeinschaften ist zudem meist die Suche eines geeigneten Baugrundstücks oder einer Bestandsimmobilie zum Kauf oder zur Miete, da insbesondere in wachsenden Städten die Boden- beziehungsweise Immobilienpreise explosionsartig in die Höhe geschossen sind und Baugemeinschaften im Bieterverfahren oft unterliegen. Städte wie Hamburg haben aus diesem Grund über Konzeptvergabeverfahren einen Weg für Baugemeinschaften geschaffen, Grundstücke zu erwerben.
Projekte im Investorenmodell profitieren demgegenüber von einem größeren finanziellen Spielraum, dem fachlichen Know-how und den erweiterten Netzwerken professioneller Träger, die die Chancen erhöhen, schneller ein geeignetes Baugrundstück zu finden.

