Die vorgestellten Projekte zielen darauf, niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen – besonders auch unter deren Einbindung selbst – umzusetzen. Dafür müssen alle relevanten Akteure beteiligt, Bedarfe analysiert und ein abgestimmtes, strategisches Konzept erarbeitet werden. Auf dieser Grundlage lassen sich gemeinsam Lösungen finden und mitunter auch neue, wegweisende Ideen entwickeln. Kooperation bedeutet hiermit Arbeitsteilung, Ressourcenbündelung und Aktivierung der Zivilgesellschaft – ein wechselseitiges Miteinander von Kommunen, Wohlfahrtsorganisationen, freien Trägern und Verbänden, Stiftungen, Sozial- und Wohnungswirtschaft. Freiwilliges Engagement ist das Bindemittel in diesem Prozess, ohne das eine nachhaltige Entwicklung nicht möglich ist.
Fakt ist aber auch, dass freiwilliges Engagement bei aller Berechtigung und Notwendigkeit nicht überfordert werden darf. Vielmehr braucht es verlässliche, hauptamtliche Strukturen, die Unterstützungsprozesse steuern, koordinieren und unterstützen. Freiwilliges Engagement ist hierbei eine sinnvolle, effektive und unverzichtbare Ergänzung. Die acht vorgestellten Projekte der beiden Landkreise zeigen, dass Kooperation nicht nur projektbezogen stattfindet, sondern unter kommunaler Federführung eine der Grundvoraussetzungen für die Gestaltung zukunftsfähiger, demografiefester Angebotsstrukturen ist. Zentrale Handlungsebene sind dabei Quartiere und Nachbarschaften, die familienähnliche Strukturen übernehmen und wohnortnah die verschiedenen Bedarfe abdecken. Gemeinschaftsbildung, soziale Teilhabe, Betreuung und bauliche Strukturen greifen ineinander. Das altersgerechte Quartier wird so zu einem Quartier für alle.