Die Impulse aus Nordrhein-Westfalen wurden anschließend in Kleingruppen vertieft. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass bei den Anlaufstellen die Bedürfnisse älterer Menschen nach Selbstbestimmtheit, Sicherheit, Gemeinschaft und Teilhabe im Vordergrund stehen müssen. Um hierfür Helfende zu finden, braucht es einen eher zwanglosen Auftakt, der alle Akteure an einen Tisch bringt und dann strukturell weiter entwickelt werden kann. In enger Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt gelingt es so, bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln. Parallelstrukturen und Konkurrenzen lassen sich durch Empfehlungsmanagement und Konfliktfähigkeit vermeiden. Genau das können Anlaufstellen leisten.
Fakt ist aber auch, dass Anlaufstellen Sach- und Personalressourcen benötigen. Für die Akquise – zum Beispiel auch zur Gewinnung von Sponsoren – ist es wichtig, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf dem Laufenden zu halten und gezielte Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Schließlich sind Bürgerarbeit und Ehrenamt nicht umsonst und ersetzen keine professionellen Leistungen. Nur unter Anleitung und Reflexion können die Möglichkeiten von Engagierten, aber auch die Bedarfe an deren Mitarbeit berücksichtigt werden. Ehrenamtliche brauchen vor allem Zeit, sich überhaupt engagieren zu können. Wichtig sind zudem klar definierte Aufgaben, Entwicklungsmöglichkeiten, verlässliche Ansprechpartner, eine wertschätzende Anerkennungskultur und Qualifizierungen.
Engagement bedeutet immer auch den Zugang zu anderen Personen. Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen, ist sinnstiftend. Das gilt nicht nur für Einzelpersonen, sondern für alle gesellschaftlichen Institutionen. Mitverantwortung heißt dann Aufgabenteilung. Das ist ein Mehrwert für alle Beteiligten und der Grund, weshalb Engagement Unterstützung braucht. Darauf haben sich alle Teilnehmenden verständigt.