Bundesfamilienministerium fördert technikunterstütztes Wohnen für ältere Menschen

Angehörige des Bundesfamilienministeriums, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und der Handwerkskammer bei der Überreichung der Förderverträge. Link öffnet das Bild vergrößert in einer Lightbox.
Foto: BMFSFJ

Preisverleihung des Wettbewerbs "Technikunterstütztes Wohnen – selbstbestimmt leben zuhause"

Berlin - Rund 21 Millionen Menschen in Deutschland sind 60 Jahre oder älter, im Jahr 2030 werden voraussichtlich 28,5 Millionen Menschen – mehr als jeder Dritte – zu dieser Altersgruppe gehören. Mit dem Wettbewerb "Technikunterstütztes Wohnen – selbstbestimmt Leben zuhause" unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend selbstständiges Leben und Wohnen im Alter auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. Die Preisverleihung des Wettbewerbs findet heute in Berlin statt. "Technische Innovationen und eine moderne Infrastruktur sind wichtige Voraussetzungen, um älteren Menschen ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben zu ermöglichen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Hermann Kues, bei der Preisverleihung.

"Wir wollen älteren Menschen dabei helfen, in ihrer Wohnung auch dann zu bleiben, wenn sie hilfe- oder pflegebedürftig werden. Das entspricht dem Wunsch des weit überwiegenden Teils der Menschen", so Dr. Kues. "Eine technisch gute Ausstattung der Wohnung trägt viel dazu bei, dass ältere Menschen ihr Leben ohne fremde Hilfe führen können."

Die prämierten Beiträge sind breit gefächert: Von der zentralen elektronischen Steuerung der Wohnungsfunktionen mittels eines Kleincomputers über mitdenkende Haushaltsgeräte, die sich von selbst abschalten bis hin zu modernen Hausnotrufsystemen und Alltagshilfen für behinderte oder demenzkranke Menschen. Die Arbeiten zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie technische Innovationen mit sozialem Engagement und Aktivitäten in der Nachbarschaft verbinden. "Die persönlichen Wünsche und Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner werden einbezogen. Deshalb kommen die technischen Hilfen bei den älteren Menschen auch an.", so Staatssekretär Dr. Kues.

Der Wettbewerb "Technikunterstütztes Wohnen – selbstbestimmt leben zuhause" wurde gemeinsam mit den beiden großen Wohnungsverbänden, dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, sowie mit dem Deutschen Mieterbund durchgeführt.

Der Wettbewerb bildet den Auftakt des Programms "Soziales Wohnen im Alter", mit dem das Bundesfamilienministerium das selbstständige Leben und Wohnen im Alter auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit verbessern will. Zu dem Programm gehören auch Initiativen zu den Themen Handwerk, soziale Dienstleistungen und Nachbarschaftshilfe. Insgesamt 18 Projekte erhalten auf Vorschlag einer unabhängigen Jury einen Preis oder eine lobende Anerkennung. Die Umsetzung der Projekte fördert das Bundesfamilienministerium mit 600.000 Euro.