Tag der Pflege am 12. Mai

Bildnis der Krankenschwester Florence Nightingale

Programm "Zuhause im Alter" hilft Pflegebedürftigen und Angehörigen

Ganz in der Tradition von Florence Nightingale: Zahlreiche Projekte und Initiativen, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Dachprogramms "Zuhause im Alter – Soziales Wohnen" durchführt, lassen sich mit den Ideen und Vorstellungen der Krankenschwester und Pionierin des Pflegewesens gut vereinbaren. Den Menschen mit seiner Würde, seinen Erwartungen und Bedürfnissen, aber auch mit seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten in den Mittelpunkt zu stellen – das war auch das zentrale Anliegen der schon zu ihren Lebzeiten mehrfach ausgezeichneten Britin, an deren Geburtstag am 12. Mai 1820 mit dem internationalen Tag der Pflege seit vielen Jahren erinnert wird.

Von Wohngemeinschaften für Ältere bis zu Projekten zur Fortbildung von Handwerkerinnen und Handwerkern beim barrierefreien Bauen, von der Erprobung moderner Technik zur Erleichterung des Alltags bis hin zur Mobilisierung von Nachbarschaft und dem Einsatz sozialer Dienstleistungen: Ziel der Projekte des Bundesfamilienministeriums ist es, den Menschen eine selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen, und zwar auch dann, wenn Pflegebedürftigkeit, Krankheit oder Behinderung die Mobilität einschränken. Zugleich fordern viele Projekte die Menschen auf, etwas für sich und für andere zu tun; so können die reichhaltigen Potenziale und Erfahrungen gerade älterer Menschen auch anderen Generationen zugutekommen und sozialen Zusammenhalt stärken.

Rund 2,3 Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Die meisten von ihnen, etwa 1,6 Millionen, werden zu Hause von Angehörigen, Nachbarn oder Pflegediensten betreut, circa 700.000 leben in einem Pflegeheim. Diese Menschen, aber auch diejenigen Älteren, die nicht oder noch nicht hilfebedürftig sind, zu unterstützen und zu entlasten, war bereits ein Ziel von Florence Nightingale. Heute, mehr als 100 Jahre nach ihrem Tod, soll auch die Initiative "Zuhause im Alter" dazu einen Beitrag leisten.