Engagement fördern, Hilfemix organisieren und Zielgruppen aktivieren

Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 2. Werkstattgespräch sitzen in Kleingruppen an Tischen. Link öffnet das Bild vergrößert in einer Lightbox mit Bildergalerie.
Foto: Schlesinger / DV

Projektträger aus NRW stellen in einem Werkstattgespräch Lösungsansätze für das Wohnen im Alter vor

Wie (bürgerschaftliches) Engagement das selbstständige Wohnen und Leben im Alter unterstützen kann, stand im Mittelpunkt des 2. Werkstattgespräches, zu dem das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. am 25. Juni 2014 eingeladen hat. Mehr als 20 geförderte Projekte aus Nordrhein Westfalen haben gemeinsam erarbeitet, wie das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt noch besser gelingt, wie Bürgerinnen und Bürger für ein aktives Miteinander gewonnen und wie verschiedene Zielgruppen angesprochen werden können.

Der Aufbau eines breiten Unterstützungsnetzwerkes, sozialplanerische Entscheidungsgrundlagen und die Notwendigkeit einer differenzierten Ansprache für potenzielle Nutzergruppen wurden beispielhaft an drei Projekten aus Essen, Dortmund und Mühlheim an der Ruhr vorgestellt. Die damit gesetzten Impulse wurden anschließend in Kleingruppen weiter vertieft. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass die Bedürfnisse älterer Menschen nach Selbstbestimmtheit, Sicherheit, Gemeinschaft und Teilhabe im Vordergrund stehen müssen. In enger Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt gelingt es so, bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln. Grundvoraussetzungen sind unter anderem klar definierte Aufgaben für beide Seiten, verlässliche Ansprechpersonen und eine wertschätzende Anerkennungskultur. Um Parallelstrukturen zu vermieden, sind die frühzeitige Einbindung aller Beteiligten, Kommunikation und Moderation unabdingbar.

Das Werkstattgespräch fand an einem der Standorte des Mehrgenerationenhauses in Essen statt. Die Teilnehmenden erhielten so Einblick in die praktische Arbeit vor Ort eines des im Rahmen des Anlaufstellen-Programms geförderten Trägers. Dieser weitet seine Angebote als quartiersnahe Anlaufstelle für Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf aus.

Folgende Projekte waren in dem Werkstattgespräch vertreten:

  • Ennepe-Ruhr-Kreis:
  • Miteinander und Füreinander leben im Stadtteil
  • Stadt Ahlen:
    Einsamkeit entgegenwirken - neue Zielgruppe im Fokus
  • Stadt Beckum:
    Hier bei uns
  • Stadt Dorsten:
    Präventiver ambulanter Hausbesuch
  • Stadt Dortmund:
    Ausgrenzung älterer Migrantinnen und Migranten bekämpfen
  • Stadt Hennef:
    "Älterwerden" in der Stadt Hennef
  • Stadt Leverkusen:
    Taschengeldbörse
  • Stadt Mülheim an der Ruhr:
    Schaffung einer Anlaufstelle in Mühlheim-Speldorf
  • Stadt Neukirchen-Vluyn:
    Netzwerke und Nachbarschaften - Älter werden in Neukirchen-Vluyn
  • Stadt Paderborn:
    Anlaufstellen für ältere Menschen
  • AWO Hamburg e. V.:
    Gut leben im Alter - Helfen und Helfen lassen
  • AWO Kreisverband Minden-Lübbecke:
    Quartier – Ladies
  • Beginenhof - Köln eG / e. V.:
    Anlaufstellen für ältere Menschen
  • BFW e. V.:
    verschiedene vom BFW betreute baulich-investive Projekte
  • DRK-gemeinnützige Gesellschaft für Sozialen Service und Bildung im Kreis Borken mbH:
    Neue Wege im Twickler Treff
  • Evangelische Kirchengemeinde Rheinberg:
    Café Böhnchen / Haus der Generationen
  • Mehrgenerationenhaus Frechen/Rhein-Erft-Kreis Oase e. V.:
    Beratung für ältere Menschen
  • Mehrgenerationenhaus Essen:
    Stadtteilbezogene Beratungs- und Begegnungsstädte
  • SKFM gGmbH Velbert:
    Niemand muss alleine alt werden
  • Quartiersmanagement Bocholt-Spork:
    Anlaufstelle im DORV Zentrum Spork

Weitere Informationen:

Im Rahmen der fachlichen Begleitung für das Programm "Anlaufstellen für ältere Menschen" finden Werkstattgespräche mit regionalem Schwerpunkt statt. Ziel ist es, die mehr als 300 geförderten Projekte und Ansätze kennenzulernen und den Austausch untereinander voranzutreiben.

Nähere Informationen finden Sie hier.