Workshop zu Organisation von Projekten mit Pflegeangeboten in Bremen
Zum Fach
workshop "Gemeinschaftliches Wohnen mit Versorgungssettings - organisieren und finanzieren" trafen sich am 7. März 2017 in Bremen rund 40 Teilnehmende aus Wohnungsgenossenschaften, der Wohlfahrtspflege, der Länder und der Wissenschaft. Es ging um die Frage, wie gemeinschaftliches Wohnen mit pflegerischen Hilfs- und Versorgungsangeboten kombiniert und ausgestaltet werden kann.
In ihrer Begrüßung wiesen der Leiter der Abteilung "Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege" im Bundesfamilienministerium,
Dr. Matthias von Schwanenflügel, und Alexander Künzel, der Vorsitzende der Bremer Heimstiftung, auf die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten und Chancen hin, die eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgungsstruktur in Zeiten der älter werdenden Gesellschaft mit sich bringen. Gerade in Verbindung mit dem Bereich des gemeinschaftlichen Wohnens ergeben sich hieraus beträchtliche Potenziale, wenn Planung, Organisation und Betrieb ganzheitlich gedacht und auch städtebauliche Komponenten frühzeitig einbezogen würden. So könnten Lebensräume entstehen, in denen moderne Pflege
arrangements und innovative Wohnformen sich nicht ausschließen, etwa bei der Schaffung von Pflegewohngemeinschaften. Schwerpunkte des Austauschs waren in dem Sinne Kooperationen und Finanzierungsbausteine, auch unter Berücksichtigung der Frage, ob es sich um eine städtische oder ländliche Lage handelt.
Dr. Josef Bura, Vorsitzender des Forums Gemeinschaftliches Wohnen, fasste unter dem Motto "Anders als gewohnt" die Lösungsansätze zusammen und stellte die Bedeutung der Schnittstelle von Wohnen, Pflege und Versorgung für den Lebensalltag der Menschen heraus.
Der
Workshop fand unter dem organisatorischen Dach des Programms "Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt. Das Programm fördert und begleitet rund 30 modellhafte Praxisprojekte und will exemplarisch aufzeigen, wie Menschen im Alter gemeinschaftlich mit anderen leben und wohnen und bei Bedarf die notwendigen Hilfen erhalten können.