Brücken bauen – auch beim Wohnen

Frauen und Männder auf einer Bühne bei einer symbolischen Schecküberreichung an ein Seniorensportgruppe. Link öffnet das Bild vergrößert in einer Lightbox mit Bildergalerie.
Foto: © BAGSO_Klaus Görgen

12. Deutscher Seniorentag in Dortmund

Kontakt herstellen zwischen Menschen verschiedener Generationen, aus Stadt und Land, mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Biografien. Das ist das Thema des zwölften Deutschen Seniorentages, der vom 28. bis 30. Mai in Dortmund stattfindet.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, hob in ihrem Begrüßungsstatement das große freiwillige Engagement älterer Menschen hervor. Der Seniorentag mache sichtbar, was Ältere in unserer Gesellschaft leisten - und dass es ohne sie nicht geht. "Vor allem in kleinen Städten und in ländlichen Gegenden sind es oft Ältere, die die Vereine tragen und in der Kommunalpolitik aktiv sind. Außerdem kümmern sie sich um ihre Enkelkinder und pflegen oft auch den Partner oder die Partnerin", so Bundesministerin Dr. Giffey, die auch auf die notwendige Aufwertung und Unterstützung der sozialen Berufe aufmerksam machte.

Auf die Bedeutung älterer Menschen für das Gemeinwesen hat zuvor auch Bundespräsident Steinmeier in seiner Eröffnungsansprache hingewiesen, dabei umgekehrt aber auch deutlich gemacht, wie eine funktionierende Infrastruktur den Älteren hilft, um selbstständig leben und an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben zu können. Dies gelte nicht nur für Wohnungen, sondern auch für das Wohnumfeld, Nahversorgung und Orte der Begegnung, so der Bundespräsident.

Der Deutsche Seniorentag bietet in mehr als 200 Veranstaltungen eine breite Plattform des persönlichen Austauschs und des Kennenlernens neuer Ideen. Auch rund um das innovative, soziale und gemeinschaftliche Wohnen gibt es interessante und informative Workshops. So erläuterten Dr. Barbara Hoffmann aus dem Bundesfamilienministerium und Nina Gust von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hamburg ihre programmatischen Vorstellungen und Ziele zum Thema "Gemeinschaftlich wohnen plus", mit dem moderne Wohn- und Pflegeformen miteinander verbunden werden sollen. In einer weiteren Veranstaltung stellte die Bundesvereinigung des Forums für gemeinschaftliches Wohnen die Schritte eines Projekts in der Phase der Planung und Entwicklung vor. An dem Workshop wirkten unter anderem der Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer Martin Müller, die Wohnbund-Beratung NRW und die Architektin Manuela Müller mit.

Weitere Informationen

zum Deutschen Seniorentag
www.deutscher-seniorentag.de

zum Bundesmodellprogramm "Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben"
www.wohnprogramm.fgw-ev.de