Anders als gewohnt: Nürnberg weiter mit Vorbildfunktion

- Die Idee:
Einen inneren Versorgungsverbund in das Zentrum eines Projekts zu stellen und diesen mit modernem Wohnraum und einem Gemeinschaftserleben zu ergänzen. - Das Ziel:
Die Schaffung eines solchen Wohnprojekts in genossenschaftlicher Hand. - Der Erfolg:
Die Fertigstellung und Eröffnung des Projekts "Wohnen Plus – Alte, Alleinerziehende und Kinder" am 18. Dezember 2009 in Nürnberg.
Angebot weit unter tatsächlichem Bedarf
Die Beobachtung der Projekte zeigt aber auch: Es gibt eine hohe Nachfrage, die durch das bisherige Angebot nicht gedeckt wird. Bei einer repräsentativen Befragung der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. im Jahr 2015 gaben rund 70 Prozent der Menschen zwischen 18 und 69 Jahren an, im Alter in einem Generationenhaus oder einer Wohngemeinschaft leben zu wollen. Bei einer Erhebung des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und des Deutschen Mieterbunds im Jahr 2011 sagten 32 Prozent der Befragten ab 50 Jahren, ein Mehrgenerationenwohnen im Alter zu bevorzugen; in absoluten Zahlen sind dies rund 11 Millionen Menschen. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe und die Wüstenrot Stiftung (2014) gehen davon aus, dass bei den gemeinschaftlichen Wohnprojekten (ohne Pflege-Wohngemeinschaften, die dem Heimrecht der Länder unterfallen) eine Versorgungsquote von nur 0,2 Prozent der 65-Jährigen und älteren Menschen festgestellt werden kann.Weitere Informationen
Projekt andersWOHNEN Nürnberg: www.anderswohnen-nuernberg.de
Dachverband der Wohnungsgenossenschaften: www.gdw.de
Genossenschaftsidee als immaterielles Weltkulturerbe: www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe/bundesweites-verzeichnis/eintrag/genossenschaftsidee.html

