Worauf kommt es bei der Gestaltung einer altersgerechten Wohnung an?

Zu den zentralen baulichen Anforderungen an einen altersgerechten Wohnraum zählt, dass sie weitgehend barrierefrei gestaltet ist. Dies ist eine Wohnung vor allem dann,

  • wenn sie ohne Stufen und Schwellen begehbar und auch bei Bewegungseinschränkungen ungehindert zugänglich ist,
  • wenn sie eine bodengleiche Dusche oder ein anderweitig sicheres Bad hat, damit Sie in Ihrer selbstständigen Körperpflege nicht beeinträchtigt werden,
  • wenn die Türbreiten (90 cm) und die Bewegungsflächen im Bad, Flur und in der Küche (mindestens 150 mal 150 cm) ausreichend sind, damit Sie gegebenenfalls auch mit einem Rollator oder Rollstuhl in der Nutzung nicht beeinträchtigt werden,
  • wenn sie eine gute technische Ausstattung und Beleuchtung hat, damit Ihre Sicherheit nicht gefährdet ist,
  • wenn Sie bei Bedarf über verschiedene Hilfsmittel (zum Beispiel Haltegriffe, Sitz- und Aufstehhilfe) verfügt und dadurch Bewegungseinschränkungen möglichst vermieden werden können.

Hilfreiche und praktische Hinweise zur Gestaltung einer barrierefreien Wohnung finden Sie in den Tipps zum barrierefreien Wohnen.

GRÖSSERER UMBAU NÖTIG?

Je nach Gegebenheiten können auch größere bauliche Maßnahmen notwendig werden, wenn Sie beispielsweise Stufen nicht mehr überwinden oder das Bad nicht mehr selbstständig nutzen können. Besonders bei größeren baulichen Maßnahmen sollten Sie sich fachlich beraten lassen. Da es auf die individuelle Umgebung ankommt, sollte immer vor Ort geprüft werden, welche Maßnahmen für Ihre persönliche Situation sinnvoll, möglich und notwendig sind.

Den Brandschutz nicht vergessen!

Jede Wohnung sollte gegen Brandfälle geschützt sein. Ältere Menschen sind - wie Kinder und Jugendliche - besonders gefährdet und besonders häufig von den Einwirkungen durch Flammen und Rauch betroffen.  Ein umfassender Brandschutz und das richtige Verhalten im Brandfall können Leben retten!

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Wohnung gegen Brandgefahren ausreichend geschützt ist oder ob Sie Ihren Schutz noch verbessern sollten, kann Ihnen die Checkliste "Brandgefahren" weiterhelfen, die Sie hier herunterladen könenn:

  Checkliste "Brandgefahren" - PDF, 131 KB