Arbeitshilfen für Nachbarschaftsprojekte

In einigen Projekten wurden Anleitungen, Checklisten oder Materialien entwickelt, die für den Aufbau von Nachbarschaftsprojekten und zur quartiersbezogenen Unterstützung von Demenzkranken und Pflegebedürftigen einsetzbar sind.

Arbeitshilfen zur Gründung von Nachbarschaftshilfen

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    Hüttenstraße 1 / 93142 Maxhütte-Haidhof / Bayern

    Wer eine Nachbarschaftshilfe initiieren will, kann auf umfangreiche Arbeitshilfen der "Lernenden Regionen Schwandorf" im bayerischen Landkreis Schwandorf zurückgreifen. Im Rahmen des Projekts wurde eine Fülle von Vorlagen erstellt. Neben einer Checkliste mit Fragen zu Zielgruppe(n), Zielen und möglicher Rechtsform der Nachbarschaftshilfe ist auch eine Präsentation für Informationsveranstaltungen und eine Mustersatzung zur Gründung eines Vereins dabei. Erklärungen zu Fahrerlaubnis, Schweigepflicht und Führungszeugnis fehlen ebenso wenig wie Vorlagen, um die Tätigkeiten der Helfenden zu erfassen und den Überblick zu behalten.

Barrimess

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    Am Goldgraben 14 / 37073 Göttingen / Niedersachsen

    Wenn die mobilen sozialen Wohnberaterinnen und Wohnberater der "Freien Altenarbeit Göttingen" im Landkreis unterwegs sind, haben sie meistens ihr "Barrimess" dabei. Mit Hilfe dieses Gerätes können sie direkt beurteilen, wie es um die Barrierefreiheit in den Wohnungen bestellt ist. Der ein Meter lange Zollstock, an dem ein Rundstab befestigt ist, misst zum Beispiel, ob ein Rollstuhl unter dem Waschbecken Platz hat oder ob eine Rampe im richtigen Steigungswinkel gebaut werden kann. Erfunden hat es Dipl. Holzwirt und Technikpädagoge Wolfgang Peter, der als Behindertenbeauftragter im Landkreis tätig ist.

    Ein Zollstock mit einem Querstab daran.

    Foto: Freie Altenarbeit Göttigen e. V.

Handreichung für Seniorenbeauftragte, Gemeindeverwaltungen, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

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    Luitpoldplatz 1 / 76726 Germersheim / Rheinland-Pfalz

    Die Kreisverwaltung Germersheim hat aus ihren Projekterfahrungen eine Handreichung für die Arbeit von und mit Seniorenbeauftragten zusammengestellt. Sie enthält Informationen, Checklisten und Tipps zu den Aufgaben und Grenzen von Seniorenbeauftragtinnen und Seniorenbeauftragten, zur Versicherung, Erreichbarkeit, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung, Kontaktpflege in der Gemeinde und Einbindung in die Politik, zum Berichtswesen sowie zur professionellen Begleitung und den Schritten zur Einsetzung von Seniorenbeauftragten. Die Handreichung bietet auch für die Arbeit mit anderen Ehrenamtlichen eine gute Orientierung.

Materialpool Demenz

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    Ziegelhofstraße 125 - 127 / 26121 Oldenburg / Niedersachsen

    Das Infocafé des Paritätischen Oldenburg-Ammerland bietet nicht nur Vorträge zum Thema Demenz und ein Café für Erkrankte. Betroffene, Angehörige und Ehrenamtliche können sich darüber hinaus Bücher, Spiele und technische Hilfsmittel ausleihen. Der Materialpool soll weiter ausgebaut werden.

Notfallkärtchen für Demenzkranke im Frühstadium

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    Ziegelhofstraße 125 - 127 / 26121 Oldenburg / Niedersachsen

    Für Menschen mit Demenz im Frühstadium hat der Paritätische Oldenburg-Ammerland ein Notfallkärtchen entwickelt, das Außenstehenden im Notfall hilft, Betreuungspersonen zu verständigen.

Studie: Was brauchen Demenzkranke und ihre Angehörigen?

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    Ziegelhofstraße 125 - 127 / 26121 Oldenburg / Niedersachsen

    Warum nehmen Demenzkranke und ihre Angehörigen auch niedrigschwellige Hilfen so wenig in Anspruch, fragten sich die Projektbeteiligten des Paritätischen Oldenburg-Ammerland. In einer Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Gerontologischen Institut der Universität Vechta entstand, befragten Studierende 32 (ehemals) pflegende Angehörige zu ihren Wünschen und dem Hilfebedarf der Demenzkranken. In offenen Interviews konnten die Pflegenden erzählen: Wo suchen sie sich Hilfe? Welche Angebote nehmen sie in Anspruch und welche nicht? Woran fehlt es? Die Antworten wurden in einem Schaubild dargestellt. Daraus geht hervor, dass sich Angehörige gern über "kurze Wege“ in Arztpraxen oder bei Krankenkassen informieren, sich darüber hinaus aber umfassende, spezialisierte professionelle Anlaufstellen für alle Fragen rund um Pflege und Demenz wünschen.

Unterstützungs- und Pflegetagebuch

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    Rembrandtstraße 17 - 19 / 66540 Neunkirchen / Saarland

    Auch wenn Pflegebedürftigkeit noch nicht vorliegt oder auch ergänzend zur Pflege, wird zusätzliche Unterstützung in Alltagsdingen benötigt. Angehörige und Menschen aus der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis helfen oft nebenbei und ohne voneinander zu wissen. Diese alltäglichen Hilfestellungen zu dokumentieren, ermöglicht das Unterstützungs- und Pflegetagebuch des Diakonischen Werks an der Saar. Es ist auch in türkischer Sprache erschienen und erleichtert die Organisation von tragfähigen Unterstützungs- und Pflegearrangements. Das Tagebuch bietet auch Beratungsstellen und Ärztinnen oder Ärzten einen Einblick in die persönliche Situation des Hilfebedürftigen, ist ein guter Indikator für die  richtige Pflegeeinstufung und hilft beim Beantragen weiterer Hilfeleistungen. Die Fragen orientieren sich am erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriff und erfassen über pflegerische Tätigkeiten hinaus den alltäglichen Unterstützungsbedarf, beispielsweise bei der "Hausordnung“, beim "Schreibkram“ und bei Besuchen bei Verwandten und im Freundeskreis.

Wegweiser für ältere Menschen und ihre Angehörigen

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    Rembrandtstraße 17 - 19 / 66540 Neunkirchen / Saarland

    Wer? Wo? Was? Das Diakonische Werk an der Saar hat für ältere Menschen in Brebach und ihre Familien einen umfassenden Seniorenwegweiser mit Stadtteilplan entwickelt. In übersichtlicher Form sind darin Angebote der Einrichtungen und Institutionen im Stadtteil einschließlich der gewonnenen Netzwerkpartnerinnen und -partner mit einer Angebotsbeschreibung, Öffnungszeiten und Kontaktdaten zusammengestellt. Von A wie AhA – Agentur für haushaltsnahe Arbeit – bis Z wie Zeitschriften können sich ältere Menschen und ihre Angehörigen im Alltag und bei Unterstützungsbedarf schnell selbst informieren und Rat holen.