Qualifizierung und Begleitung von ehrenamtlich Engagierten

Ehrenamtliches Engagement im Quartier entsteht nicht von selbst. Viele Projektträgerinnen und Projektträger stellen fest: Es genügt nicht, Engagierte zu gewinnen. Sie gut für ihre Aufgaben zu qualifizieren und in ihrer Tätigkeit zu begleiten, ist mindestens genauso wichtig, um Überforderung vorzubeugen, den Zusammenhalt der Ehrenamtlichen zu stärken und das Engagement nachhaltig zu gestalten. Einige Projektträgerinnen und Projektträger haben in der Projektlaufzeit regelrechte Curricula entwickelt.

Aufgabenprofile und Handlungsfelder für Ehrenamtliche

  • zur Projektseite

    Hans-Sachs-Platz 2 / 90403 Nürnberg / Bayern

    Für Ehrenamtliche wurden in vorbereitenden Workshops vier Handlungsfelder und Aufgabenprofile entwickelt. Diese stellen die Basis für die angebotenen Hilfen dar:

    • "Ein offenes Ohr haben":
      soziale Teilhabe durch Hausbesuche oder telefonische Kontakte
    • "Eine helfende Hand reichen":
      kurzfristige, befristete Alltagshilfen in besonderen Situationen (zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt)
    • "Einen aufmerksamen Blick schenken":
      unverbindliches Hilfsangebot für Ältere, die bei Alltagsbegegnungen im Wohnviertel als unterstützungsbedürftig oder vereinsamt auffallen
    • "Brückenbauer":
      Dienstleistende im Viertel können über die Ehrenamtlichen Kontakt zu den Koordinationsstellen herstellen und Informationen weitergeben, wenn Ältere Hilfebedarf signalisieren oder als unterstützungsbedürftig auffallen.

Begrüßungsmappe für Ehrenamtliche

  • zur Projektseite

    Marktplatz 37 / 73525 Schwäbisch Gmünd / Baden-Württemberg

    Bevor neue Ehrenamtliche im Seniorennetzwerk Schwäbisch Gmünd mit ihrer Tätigkeit beginnen, erhalten sie eine eigens entwickelte Begrüßungsmappe. Neben einem durch den Bürgermeister unterzeichneten Begrüßungsschreiben werden die für das Ehrenamt geltenden Rahmenbedingungen erläutert. Außerdem enthält sie Vordrucke für die Aufnahme, für eine Vereinbarung und für eine Bescheinigung über die ehrenamtliche Mitarbeit.

Boxenstopp

  • zur Projektseite

    Westenmauer 10 / 59227 Ahlen / Nordrhein-Westfalen

    Entlastung für Ehrenamtliche: Einfach mal durchatmen können, das war der Wunsch einiger Ehrenamtlicher aus dem Nachbarschaftsprojekt am Betreuungszentrum Gezeitenland in Ahlen. Sie gestalten nun einmal im Monat den "Boxenstopp" – eine ruhige halbe Stunde, in der Engagierte wieder Energie tanken können. Jeden Monat gibt es zu einem Motto wie irische Segenswünsche, Liebe oder Reisen besinnliche Texte, Bilder und Musik. Das Gezeitenland arbeitet dabei unter anderem mit der Leitstelle "Älter werden in Ahlen" und mit einer Kirchengemeinde zusammen.

Curriculum für Ehrenamtliche im Besuchsdienst für Menschen mit Demenz

  • zur Projektseite

    Ziegelhofstraße 125 - 127 / 26121 Oldenburg / Niedersachsen

    Ein 20-stündiges Seminar des Paritätischen Oldenburg-Ammerland bereitet Interessierte auf eine freiwillige Tätigkeit im Besuchsdienst für demenziell erkrankte Menschen vor. Das Curriculum für die zwölfköpfige Gruppe vermittelt Basiswissen zu verschiedenen Krankheitsbildern, Methoden der Kommunikation und Gesprächsführung sowie zur Betreuung und Beschäftigung. Türöffner und Stolpersteine bei der Kontaktaufnahme, Hilfen im Alltag, zum Beispiel beim Essen, Anziehen und außer Haus gehen, rechtliche Grundlagen und die Beschäftigung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer sind weitere Elemente des Seminars.

Curriculum für mobile soziale Wohnberaterinnen und Wohnberater

  • zur Projektseite

    Am Goldgraben 14 / 37073 Göttingen / Niedersachsen

    Die "Freie Altenarbeit Göttingen" befähigt Interessierte aus sozialen, pflegerischen oder anderen Berufen mit einer Fortbildung dazu, Ältere bei Entscheidungen rund ums Wohnen zu unterstützen. Über ein halbes Jahr eignen sich die Ehrenamtlichen mit professioneller Anleitung in aufeinander aufbauenden zweitägigen Modulen Wissen über barrierearmes, technikunterstütztes, soziales Wohnen, Methoden der Gesprächsführung und erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit an. Die Ausbildung ist mit einem Lehrgang zur Dorfmoderation gekoppelt, der auf die Aktivierung und Begleitung solidarischer Netzwerkstrukturen im Dorf gerichtet ist. In einem anschließenden Praxisjahr helfen die mobilen sozialen Wohnberaterinnen und Wohnberater bei der Öffentlichkeitsarbeit, hospitieren bei Wohnberatungen und üben sich in kollegialer Beratung wie im Anschieben von ersten Dorfprojekten. Nach Abschluss der Fortbildung und Mitarbeit während des Praxisjahres erhalten die Teilnehmenden ein qualifiziertes Zertifikat.

    Frauen und Männer sitzen in einem Stuhlkreis im Garten.

    Foto: Freie Altenarbeit Göttingen e. V.

Curriculum für multiethnische Stadtteilhelferinnen und Stadtteilhelfer

  • zur Projektseite

    Rembrandtstraße 17 - 19 / 66540 Neunkirchen / Saarland

    In rund 100 Stunden haben sich in Saarbrücken-Brebach im Projekt "Brebach versorgt sich selbst!" 22 Stadtteilhelferinnen und Stadtteilhelfer ausbilden lassen. In der Fortbildung haben sie sich Kenntnisse über alltagsrechtliche Fragen, Lebensmittelhygiene, Demenz als Krankheitsbild und Hilfsmittel angeeignet, sich mit Techniken und Fertigkeiten für Hilfen im Alltag vertraut gemacht und Methoden der Gesprächsführung kennengelernt. Sie leisten nun im Auftrag des BürgerInnen-Zentrums Brebach ehrenamtlich gegen eine Aufwandsentschädigung kleinere Hilfestellungen in der Nachbarschaft oder helfen bei Veranstaltungen und Festen mit. Einigen Absolventinnen und Absolventen ist dank der Ausbildung der Sprung in eine Festanstellung als Alltagshelferin oder Alltagshelfer in einer sozialen Einrichtung oder einem Privathaushalt gelungen.

Curriculum für Quartiersbotschafterinnen und Quartiersbotschafter

  • zur Projektseite

    Hamburg

    In fünf halbtägigen Treffen hatten die angehenden Botschafterinnen und Botschafter ihres Stadtteils Gelegenheit, sich untereinander kennen zu lernen, sich über die Besonderheiten und bestehenden Angebote ihres Stadtteils zu informieren, ihre Rolle herauszuarbeiten und ihren Bedarf an hauptamtlicher Unterstützung zu formulieren. Dabei wurden auch die Grenzen der ehrenamtlichen Zuständigkeit, das "Wie und Wo" ihrer Präsentation im Stadtteil sowie ihre Vernetzung mit sozialen Einrichtungen und weiteren Partnern im Quartier thematisiert. Im Vordergrund des Vorbereitungskurses stand das Ziel, die Selbstorganisation der einzelnen Standorte zu fördern und ein gemeinsames Bild vom Profil der Quartiersbotschafterinnen und Quartiersbotschafter zu erarbeiten. Durchgeführt wurden die Module mit Unterstützung des Freiwilligenzentrums Hamburg-Wandsbek, der Freiwilligen-Agentur-Bergedorf, des Seniorenbüros Hamburg und zwei seniorTrainerinnen.

Curriculum für Quartiersbotschafterinnen und Quartiersbotschafter

  • zur Projektseite

    Hamburg

    In fünf halbtägigen Treffen hatten die angehenden Botschafterinnen und Botschafter ihres Stadtteils Gelegenheit, sich untereinander kennen zu lernen, sich über die Besonderheiten und bestehenden Angebote ihres Stadtteils zu informieren, ihre Rolle herauszuarbeiten und ihren Bedarf an hauptamtlicher Unterstützung zu formulieren. Dabei wurden auch die Grenzen der ehrenamtlichen Zuständigkeit, das "Wie und Wo" ihrer Präsentation im Stadtteil sowie ihre Vernetzung mit sozialen Einrichtungen und weiteren Partnern im Quartier thematisiert. Im Vordergrund des Vorbereitungskurses stand das Ziel, die Selbstorganisation der einzelnen Standorte zu fördern und ein gemeinsames Bild vom Profil der Quartiersbotschafterinnen und Quartiersbotschafter zu erarbeiten. Durchgeführt wurden die Module mit Unterstützung des Freiwilligenzentrums Hamburg-Wandsbek, der Freiwilligen-Agentur-Bergedorf, des Seniorenbüros Hamburg und zwei seniorTrainerinnen.

Mehrstufige Seminare für Ehrenamtliche

  • zur Projektseite

    Hans-Sachs-Platz 2 / 90403 Nürnberg / Bayern

    Für Ehrenamtliche in der Seniorenarbeit bietet das Sozialamt in Nürnberg mehrstufige, aufeinander aufbauende Schulungen an. Die Basisschulung umfasst unter anderem die Sensibilisierung für die eigene Motivation und Ziele sowie für die Bedürfnisse von Älteren. Hinzu kommen Themen wie Gesprächsführung oder auch ein Rollstuhl- und Rollatortraining. Die Aufbauschulungen knüpfen an die praktische Erfahrung der Freiwilligen an und behandeln beispielsweise den Umgang mit chronischen Krankheiten oder vertiefen die Gesprächsführungskompetenzen. Externe Expertinnen und Experten unterstützen die Schulungen.

Runder Tisch der Kümmerer

  • zur Projektseite

    Poststraße 23 / 56759 / Rheinland-Pfalz

    Vier Gemeinden der Verbandsgemeinde Kaisersesch nehmen am Projekt "Die Kümmerer" teil. In diesem Rahmen bieten mehrere Bürgerinnen und Bürger Unterstützung für Menschen an, die auf Hilfe im Alltag angewiesen sind. Die Projektleitung lädt alle "Kümmerer" regelmäßig zum Runden Tisch ein. Hier können Erfahrungen ausgetaucht werden, Stolpersteine und neue Ideen besprochen und das weitere gemeinsame Vorgehen abgestimmt werden. Der Runde Tisch ist in ein Netzwerk aus weiteren Projekten eingespannt. Dadurch wird eine gegenseitige Ergänzung und Unterstützung gewährleistet.

Schulung für Leih-Großeltern

  • zur Projektseite

    Marktplatz 3 / 36129 Gersfeld / Hessen

    Da die Generationen einer Familie heute häufig nicht mehr nah beieinander wohnen, unterstützen an vielen Orten Leih-Omas und Leih-Opas jüngere Familien bei der Betreuung ihrer Kinder - eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Im Landkreis Fulda hat sich das Projekt "Leih-Großeltern" als Leuchtturmprojekt für die Verbindung der Generationen etabliert. Wo sich Leih-Omas und Leih-Opas vorher nur vereinzelt und als Zufallsbekanntschaft fanden, wurde mit dem Projekt "Betreutes Wohnen im Oberen Fuldatal" des Vereins "Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal" ein Konzept für eine qualifizierte Vorbereitung auf diese Aufgabe entwickelt. In rund zehn Schulungseinheiten erfahren interessierte Ältere Wichtiges zu Haftpflicht und Erster Hilfe am Kind, beschäftigen sich mit Kommunikation und Spiel und setzen sich mit dem Thema "Grenzen setzen bei Kindern" auseinander. Der Verein bietet mittlerweile 13 Leih-Großeltern darüber hinaus regelmäßig Gelegenheit zum Austausch und zur Weiterbildung. Um möglichst viele neue Leih-Omas und Leih-Opas in der Region zu gewinnen, hat der Verein seine Schulungen für neue Träger geöffnet und unterstützt sie beim Aufbau weiterer Projekte.

Schulung für Leih-Großeltern

  • zur Projektseite

    Bahnhofstraße 28 / 36157 Ebersburg / Hessen

    Da die Generationen einer Familie heute häufig nicht mehr nah beieinander wohnen, unterstützen an vielen Orten Leih-Omas und Leih-Opas jüngere Familien bei der Betreuung ihrer Kinder - eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Im Landkreis Fulda hat sich das Projekt "Leih-Großeltern" als Leuchtturmprojekt für die Verbindung der Generationen etabliert. Wo sich Leih-Omas und Leih-Opas vorher nur vereinzelt und als Zufallsbekanntschaft fanden, wurde mit dem Projekt "Betreutes Wohnen im Oberen Fuldatal" des Vereins "Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal" ein Konzept für eine qualifizierte Vorbereitung auf diese Aufgabe entwickelt. In rund zehn Schulungseinheiten erfahren interessierte Ältere Wichtiges zu Haftpflicht und Erster Hilfe am Kind, beschäftigen sich mit Kommunikation und Spiel und setzen sich mit dem Thema "Grenzen setzen bei Kindern" auseinander. Der Verein bietet mittlerweile 13 Leih-Großeltern darüber hinaus regelmäßig Gelegenheit zum Austausch und zur Weiterbildung. Um möglichst viele neue Leih-Omas und Leih-Opas in der Region zu gewinnen, hat der Verein seine Schulungen für neue Träger geöffnet und unterstützt sie beim Aufbau weiterer Projekte.

Seminar Alltagsbegleitung

  • zur Projektseite

    Bremer Straße 27 / 21255 Tostedt / Niedersachsen

    Um engagierte und motivierte Menschen in der Seniorenarbeit zu unterstützen, bot das Beratungsbüro für Pflege und Soziales in Tostedt das Seminar "Alltagsbegleitung" an. Dieses umfasste 40 Stunden und hatte zum Ziel, die Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter für ihre Tätigkeit zu qualifizieren. Neben grundlegendem Wissen zum Umgang und zur Aktivierung älterer, teilweise pflegebedürftiger oder demenzerkrankter Personen vermittelte die Fortbildung auch Kenntnisse zu häufigen Krankheitsbildern von älteren Menschen, altersgerechter Ernährung und zur Erhaltung der geistigen Aktivität.

Seminar Arbeit im Seniorenverein

  • zur Projektseite

    Martin-Luther-Ring 4-6 / 4109 Leipzig / Sachsen

    Das Sozialamt in Leipzig organisierte eine Reihe von Weiterbildungsangeboten, die sich mit der Arbeit in und mit Seniorenvereinen auseinandersetzten. Hierbei wurden insbesondere die Themen der Öffentlichkeitsarbeit im Seniorenverein, die Beschäftigungsförderung für das Ehrenamt und die Finanzierung und Förderungsmöglichkeiten von Projekten behandelt. Ziel der Veranstaltung war es, Vorurteile und Ängste bei der Übernahme von Verantwortung in entsprechenden Vereinen zu klären und abzubauen sowie die Vernetzungs- und Kooperationsbereitschaft zu stärken.

Seminar zur praktischen Unterstützung in der Seniorenarbeit

  • zur Projektseite

    Frankfurter Straße 97 / 53773 Hennef / Nordrhein-Westfalen

    Erst durch die Mithilfe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es möglich, zahlreiche Angebote, wie beispielsweise Erzählcafés, PC-Kurse oder verschiedene Vorträge für Seniorinnen und Senioren, im Seniorenbüro Hennef anzubieten. Vor ihrem Einsatz wurden die Ehrenamtlichen in einem zweitägigen Seminar geschult. In diesem Rahmen bekamen die Helferinnen und Helfer Informationen über alle Angebote und die jeweiligen Ansprechpersonen. Zusätzlich wurde mit ihnen das Verhalten in verschiedenen Gesprächssituationen erprobt. Diese Seminare sollen eine umfassende und zielgruppengerechte Beratung ermöglichen.