Veranstaltung in Münster bilanziert Programm und wirft Blick auf demografiegerechte Personalpolitik beim Handwerk

Vertreter des Bundesfamilienministeriums und des Handwerks. Link öffnet das Bild in einer Lightbox mit Bildergalerie.
Foto: HWK Münster

Das Handwerk ist ein wichtiger und unverzichtbarer Akteur bei der Gestaltung von Wohn- und Lebensumgebungen für alle Generationen. Darin waren sich Dieter Hackler, Abteilungsleiter im Bundesfamilienministerium und Hermann Eiling, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster auf einer gemeinsamen Veranstaltung am 16. und 17. Oktober 2013 in Münster einig.

Das Bundesfamilienministerium, die Handwerkskammer Münster und der Zentralverband des Deutschen Handwerks hatten gemeinsam zu dem Workshop "Handwerk in der älter werdenden Gesellschaft" eingeladen, um aktuelle Projekte und Programme miteinander zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

Im Mittelpunkt des ersten Tages stand das Thema "Demografiegerechte Personalpolitik in Handwerksbetrieben". Nach einem Impuls durch Dr. Christine von Blanckenburg vom Institut Nexus haben drei Unternehmen aus dem Kammerbezirk Münster ihre Initiativen und Strategien vorgestellt. So wurde beispielsweise deutlich, dass das Thema Unternehmensnachfolge und Betriebsübergabe dann am besten gelingen kann, wenn es in einem mehrjährigen Prozess in Ruhe vorbereitet und durch moderierte Gespräche und Auslandsaufenthalte der Kandidatinnen und Kandidaten begleitet wird.

Der zweite Tag bot unter dem Motto "Kooperation, Koordination, Synergien" den Rahmen für eine Nachlese des Bundesprogramms "Qualifizierung des Handwerks - Chancen der älter werdenden Gesellschaft erkennen und fördern". Insgesamt fünf Kooperationspaare stellten ihre Ergebnisse vor, etwa zu den Themen Handwerk und Wissenschaft, Handwerk und Gesundheit sowie Handwerk und Kommunen. Die Mitwirkenden waren sich einig, dass in der Zusammenarbeit ein Schlüssel für eine bedarfsgerechte und nachhaltige Versorgung älterer Menschen mit handwerklichen und technischen Dienstleistungen liegt, dass dies jedoch auch eine langfristige und nicht immer einfache Aufgabe ist, da Eigeninteressen oft zurückzustellen sind. Die im Handwerksprogramm geschaffenen Qualifizierungsnetzwerke, Kompetenzzentren und Musterhäuser gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass dies gelingen kann.

Thema des Workshops war auch der aktuelle Stand des vom Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium initiierten Markenzeichens Generationenfreundlicher Betrieb, Service und Komfort. Die Veranstaltung wurde moderiert durch Delia Balzer von der Landesinitiative Generationengerechter Alltag in Niedersachsen.