Saarbrücker Seniorentage

Viele Menschen sitzen auf Stuhlreihen in einem orunkvollen Saal. Link öffnet das Bild vergrößert in einer Lightbox mit Bildergalerie.
Foto: Jana Ostermann, FGW e. V.

Drehscheibe für innovative Projekte des altersgerechten Wohnens

Praxisnah, anschaulich und anhand von Beispielen zu erfahren, wie ein selbstbestimmtes Leben und Wohnen bis ins hohe Alter möglich ist. Darum ging es bei den 3. Saarbrücker Seniorentagen, die vom 10. bis 11. September 2014 interessierten Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Mitgliedern aus Verwaltung und Verbänden eine Plattform der Information, des Austauschs und vieler Begegnungen bot.

Christoph Linzbach, Ministerialdirigent und Leiter der Unterabteilung Demografischer Wandel und Wohlfahrtspflege im Bundesfamilienministerium, würdigte in seinem Referat die Seniorentage als inzwischen unverzichtbaren Bestandteil einer erfolgreichen kommunalen Arbeit. Aus Sicht des Bundes erläuterte Christoph Linzbach die Säulen einer zukunftsgerichteten Seniorenpolitik, die – wie in Saarbrücken - das Älterwerden der Bevölkerung in erster Linie als Chance und weniger als Last oder gar Bedrohung erkennt. Das Engagement und die Potenziale älterer Menschen seien unerlässlich für Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt, betonte Ministerialdirigent Linzbach. Programme des Ministeriums wie die Mehrgenerationenhäuser, die Anlaufstellen für ältere Menschen oder der Bereich Zuhause im Alter stünden stellvertretend für dieses moderne Bild des Alters und für eine Form von Gemeinschaft, in der die Menschen sich einbringen - und für sich und für andere Verantwortung übernehmen, so Christoph Linzbach.

Seine Teilnahme an den Saarbrücker Seniorentagen nutze Ministerialdirigent Linzbach daher auch, um sich vor Ort ein Bild zu machen von dem, was in den letzten Jahren mit Unterstützung des Ministeriums konkret entstanden ist – und was aktuell bevorsteht. Linzbach besuchte die Wohnstätten des Vereins Galia in der Eifelstraße und im Knappenroth, wo getreu dem Vereinsmotto "Gemeinsam aktiv leben im Alter“ neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens entstehen. Die bauliche Gestaltung, das Umfeld und vor allem das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner beeindruckten den Gast aus Berlin, der den Fördervertrag für den Gemeinschaftsraum des Projekts Knappenroth vor Ort überreichen konnte. Die Gemeinschaftsangebote unterstreichen noch einmal die soziale Ausrichtung des Projekts, da dort Jung und Alt zusammenkommen, voneinander lernen und Gemeinsinn gelebt wird. Saarbrücken sei eben ein gutes Pflaster, so Christoph Linzbach, der auch auf weitere beispielgebende Projekte, etwa das Mehrgenerationenwohnen im Mühlenviertel oder das aktuell im Aufbau stehende AAL Netzwerk Saar, hinweisen konnte.

Weitere Informationen

zum Verein Galia e. V.: www.galiasaar.de

zum Projekt Mühlenviertel: www.leben-im-muehlenviertel.de

zum AAL Netzwerk Saar: www.aal-in.de